Was unterscheidet Vollflächeninduktion von einem normalen Kochfeld?
Ein klassisches Induktionskochfeld hat feste Kochzonen – meist vier, markiert durch aufgedruckte Kreise. Der Topf muss mittig darauf stehen, sonst heizt das Feld nicht oder nur teilweise. Bei einem Vollflächenfeld liegt unter der gesamten Fläche ein Raster kleiner Induktoren. Das Gerät erkennt, wo ein Topf steht und wie groß er ist, und aktiviert genau die Spulen darunter.
In der Praxis heißt das: Sie stellen den Topf ab, wo Platz ist. Ein Bräter quer über zwei Zonen funktioniert genauso wie drei kleine Töpfe nebeneinander. Das Kochfeld passt sich an, nicht umgekehrt.
Wie erkennt das Feld den Topf?
Über die magnetische Rückkopplung. Jeder Induktor prüft, ob über ihm ferromagnetisches Material liegt. Ist das der Fall, wird er zugeschaltet und der Topfbereich als eine gemeinsame Kochzone behandelt. Verschieben Sie den Topf, wandert die Zone mit – die eingestellte Leistung bleibt erhalten.
Welche Töpfe funktionieren?
Alle induktionsgeeigneten, also solche mit ferromagnetischem Boden. Der einfache Test: Ein Magnet haftet am Topfboden. Aluminium und Kupfer ohne entsprechende Bodenplatte funktionieren nicht. Die Topfgröße spielt dagegen keine Rolle mehr – genau das ist der Unterschied zum klassischen Feld, wo ein kleiner Espressokocher auf einer großen Zone schlecht aufgehoben ist.
Was bringt die Kombination mit einem Kochfeldabzug?
Ein BORA Kochfeldabzug zieht den Wrasen direkt an der Entstehungsstelle nach unten ab. Zusammen mit einem rahmenlos eingelassenen Vollflächenfeld entsteht eine durchgehende Arbeitsfläche ohne Dunstabzugshaube über Kopf. Das ändert die Raumwirkung deutlich, besonders bei einer Insel im offenen Wohnbereich – der Blick bleibt frei.
Praktisch kommt hinzu: Kein Anstoßen am Kopf, keine Haube, die gereinigt werden muss, und deutlich weniger Geräusch, weil der Abzug näher an der Quelle arbeitet.
Worauf kommt es bei der Planung an?
Auf drei Punkte. Erstens die Arbeitsplatte: Ein bündiger Einbau verlangt eine präzise Aussparung, was nur mit Keramik, Dekton oder Naturstein sauber funktioniert. Zweitens der Unterschrank: Kochfeldabzug und Elektronik brauchen Platz, ein normaler Auszug passt darunter nicht mehr. Drittens der Anschluss – Vollflächenfelder benötigen in der Regel Starkstrom.
Das sind keine Hürden, sondern Planungsdetails. Wichtig ist nur, dass sie von Anfang an berücksichtigt werden und nicht nachträglich improvisiert werden müssen.
Für wen lohnt sich das?
Für alle, die häufig mit mehreren Töpfen gleichzeitig arbeiten oder ungewöhnliche Formate nutzen – Bräter, Fischpfannen, Teppanyaki-Platten. Und für alle, denen die optische Ruhe einer durchgehenden Fläche wichtig ist. Wer zweimal pro Woche Nudelwasser aufsetzt, kommt mit einem klassischen Feld genauso gut zurecht.
Wo können Sie das ansehen?
In unserer Ausstellung in Sinsheim steht das Gaggenau Vollflächenfeld angeschlossen bereit. Als einziger zertifizierter Gaggenau Partner der Region zeigen wir Ihnen die Bedienung im laufenden Betrieb – mit eigenen Töpfen, wenn Sie möchten.
Vollflächenfeld und klassisches Induktionsfeld im Vergleich
|
Merkmal |
Klassisches Induktionsfeld |
Vollflächenfeld |
|---|---|---|
|
Kochzonen |
Fest markiert, meist vier |
Frei wählbar auf der gesamten Fläche |
|
Topfposition |
Muss mittig auf der Zone stehen |
Beliebig, wird automatisch erkannt |
|
Große Bräter |
Nur auf Bratzone oder Brücke |
Überall, mehrere Induktoren schalten zusammen |
|
Mehrere kleine Töpfe |
Durch Zonengröße begrenzt |
Nebeneinander möglich |
|
Verschieben im Betrieb |
Leistung geht verloren |
Zone wandert mit, Leistung bleibt |
|
Optik |
Aufgedruckte Kreise sichtbar |
Durchgehend ruhige Fläche |
Sie möchten sehen, wie sich ein Vollflächenfeld im Betrieb anfühlt? In unserer Ausstellung in Sinsheim steht das Gerät angeschlossen bereit. Bringen Sie gern Ihre eigenen Töpfe mit.
Vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin – unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
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